Das Knie

Das Knie

Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Es besteht aus mehreren Knochen: Oberschenkelknochen (Femur), Unterschenkelknochen (Tibia) und Kniescheibe (Patella) treffen hier aufeinander und bilden im Zusammenspiel mit Bändern und Muskeln das Kniegelenk. Bildlich betrachtet ähnelt es einem Scharnier und wird deshalb oftmals auch als „Scharniergelenk“ bezeichnet, da es die Beugung und Streckung der beteiligten Knochen erlaubt. Darüber hinaus kann es sich bis zu einem gewissen Grad sogar drehen. Diese Flexibilität wird durch eine Vielzahl von elastischen Bändern ermöglicht, die die Knochen miteinander verbinden.
Wie bei allen gesunden Gelenken schützt eine Knorpelschicht die Oberflächen der Knochenenden des Knies vor frühzeitiger Abnutzung. Sie wird von Gelenkschmiere geschmeidig gehalten, einer zähen Flüssigkeit, die für ein reibungsloses Zusammenspiel der knöchernen Bestandteile sorgt. Sie wird von der Innenhaut der Gelenkkapsel produziert und versorgt die Knorpelzellen mit Nährstoffen. Der Gelenkknorpel im Knie muss relativ stark sein, damit die Knochenenden nicht durch Abrieb Schaden nehmen.
Das Kniegelenk ist im alltäglichen Leben einer hohen Belastung ausgesetzt: Bei jedem Schritt federt es etwa das Dreifache unseres Körpergewichts ab; beim Treppensteigen erhöht sich diese Belastung sogar auf das Fünffache.1 Diese enorme Beanspruchung macht es anfällig für Verletzungen. Die ursprünglich dicke Knorpelschicht nutzt sich ab und kann Risse bekommen. Sie kann dann den Druck, der auf den Knien lastet, nicht mehr hinreichend abfangen und gibt ihn an die Knochen weiter. Diese sind von einer dünnen Haut umgeben, die empfindliche Nerven durchziehen. Eben diese Nerven werden schmerzhaft gereizt, wenn der Druck durch die Bewegung nicht mehr von der Knorpelschicht abgefangen wird.
Beschwerden können dazu führen, dass man das Knie nicht mehr voll belastet. So mancher versucht den Schmerz zu vermeiden, indem er beispielsweise seine Haltung oder seine Gangart verändert. Das muss nicht unbedingt absichtlich geschehen; es kann auch unbewusst schnell zur Gewohnheit werden. Durch diese "Ausweichmanöver" verschlimmern sich manche Beschwerden, denn einseitige Bewegungsabläufe führen zu einseitiger Abnutzung, die vielleicht langfristig den Ersatz des Gelenks notwendig macht.
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