Operationstag

Kurz vor der geplanten Operation werden Sie in Rückenlage gebracht. Zur Einleitung der Anästhesie und bestimmter Medikamente werden Ihnen venöse Zugänge gelegt, an die Schläuche angeschlossen werden. Dies mag Ihnen zunächst einmal befremdlich erscheinen, doch es gehört zur klinischen Routine und dient Ihrer Sicherheit. Dann leitet der Anästhesist die Betäubung ein. Die Operationsstelle wird gereinigt und desinfiziert.
Um den Blutverlust während der Operation so gering wie möglich zu halten, wird die Blutzufuhr des Knies für die Dauer der Operation unterbunden. Hatten Sie bereits in der Vergangenheit arterielle Durchblutungsstörungen oder eine Thrombose, wird auf diese Maßnahme eventuell verzichtet, da das Risiko einer erneuten Thrombose zu groß sein könnte.
Die Entfernung des erkrankten und der Einsatz des neuen Gelenks werden mit Hilfe von Werkzeugen vorgenommen, die ein wenig an die Ausstattung eines Handwerkers erinnern. Den Kunststoff beispielsweise, mit dem die Prothese im Knochen verankert wird, nennt man Zement. Der operative Knieersatz mit Zement kann etwas länger dauern als seine zementfreie Alternative, da der weiche Kunststoff durchhärten muss, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten. Im Allgemeinen dauert der Eingriff zwischen 60 und 90 Minuten.
Während des Eingriffs und auch im Anschluss während der Aufwachphase werden alle wichtigen Körperfunktionen genau überwacht.
Während des Eingriffs und auch im Anschluss während der Aufwachphase werden alle wichtigen Körperfunktionen genau überwacht.
Nach der Operation bringt man Sie aus dem Operationssaal heraus und verlegt Sie zumeist auf die Wachstation: Hier überwacht speziell geschultes Personal Ihre wichtigsten Körperfunktionen.
Bereits vor dem Eingriff oder wenige Stunden danach werden Ihnen gerinnungshemmende Medikamente verabreicht. Diese werden als Spritze oder als Kapsel verabreicht. Im Volksmund nennt man diese Wirkstoffe meist "Blutverdünner", was ihrer Wirkweise nicht ganz gerecht wird: Sie verdünnen nicht das Blut, sondern vermindern dessen Gerinnbarkeit, damit sich keine Gerinnsel (Thromben) bilden. Die gerinnungshemmenden Wirkstoffe reduzieren das Risiko, eine Thrombose oder Embolie zu erleiden. Mediziner nennen diese Behandlung "Vorbeugung venöser Thromboembolien". Unter diesem Begriff fassen sie Thrombosen und Embolien zusammen.
Es ist gerade nach einer Operation am Knie besonders wichtig, dieser Komplikation vorzubeugen. Daher achtet das Personal darauf, dass Sie schon am Tag nach dem Eingriff wieder auf die Beine kommen und regelmäßig Ihre Medikamente zur Vorbeugung von Thromboembolien erhalten.
http://www.neues-hueftgelenk.de/knieoperation/operationstag.htm
Fenster schließen