Nach dem Aufwachen
Wenn die Operation beendet ist und Sie noch schlafen, werden Sie vom Operationssaal auf die Wachstation gebracht. Diese Station ist eine intensivmedizinische Überwachungseinheit für alle chirurgisch-operativen Fachrichtungen. Dort überwacht speziell ausgebildetes Personal mit Hilfe modernster Technik alle wichtigen Körperfunktionen frisch operierter Patienten wie Herztätigkeit und Atmung. Auch Sie werden dort in den ersten Stunden nach Ihrem Gelenkersatz betreut.
Wenn die Operation beendet ist, werden Sie auf die Wachstation verlegt, wo speziell ausgebildetes Personal sich um Sie kümmert. Der technische Aufwand um Sie herum wirkt vielleicht befremdlich, er dient jedoch Ihrer Sicherheit und ist Teil der klinischen Routine.
Wenn Sie aufwachen, werden Sie um sich herum möglicherweise fremdartige Apparaturen entdecken, die Sie vielleicht zuerst erschrecken. Doch all dieser technische Aufwand dient Ihrer Sicherheit. Das Pflegepersonal nennt diese apparative Überwachung auch "Monitoring" – angesichts der Vielzahl an technischem Gerät zu Ihrer Sicherheit ein recht anschaulicher Begriff.
Wenige Stunden nach der Operation bekommen Sie Medikamente zur Vorbeugung von Thrombosen und Embolien. Diese Medikamente gibt es wahlweise als Spritze oder als Kapsel.
Damit nun, da Sie den Eingriff hinter sich haben, keine Komplikationen auftreten, wird oft noch einmal ein Blutbild erstellt und der Gerinnungsstatus Ihres Blutes geprüft. Schon vor der Operation oder kurz danach erhalten Sie ein Medikament, das der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugt. Da Sie als frisch Operierter noch in Ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, ist diese Maßnahme besonders wichtig: Die durch eine Gelenkoperation bedingte Ruhigstellung des Körpers verlangsamt den Blutfluss, und dies kann die Entstehung von Blutgerinnseln, so genannten Thromben, begünstigen. Eventuell erhalten Sie außerdem ein Schmerzmittel.
Kompressionsstrümpfe dienen der physikalischen Vorbeugung von Thrombosen: Durch ihren engen Sitz verhindern sie, dass sich das Blut in den Beinen staut.
Wenn Sie nach der Operation einen Blick auf Ihre Beine werfen, werden Sie vielleicht feststellen, dass man Ihnen Kompressionsstrümpfe angezogen hat. Diese dienen wie auch die gerinnungshemmenden Medikamente dazu, einer Thrombose vorzubeugen. Durch ihren engen Sitz verringern sie den Durchmesser der Venen, so dass sich das Blut nicht in den Beinen stauen kann, denn gestautes Blut fördert die Entstehung von Thromben.