Warum Thrombosevorbeugung?
Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit während und nach Operationen wie dem Ersatz eines Hüft- oder Kniegelenks erhöht das Risiko des Operierten, aufgrund eines Blutgerinnsels (Thrombus) eine Venenthrombose oder eine Lungenembolie, zu erleiden (venöse Thromboembolie).
Während und nach einer Gelenkersatz-Operation verlangsamt sich der Blutfluss. Dieses als Stase bezeichnete Phänomen begünstigt die Entstehung von Thromben (Blutgerinnseln).
Während und nach einer Gelenkersatz-Operation verlangsamt sich der Blutfluss. Dieses als Stase bezeichnete Phänomen begünstigt die Entstehung von Thromben (Blutgerinnseln).
Durch die Ruhigstellung des Körpers während einer Knie- oder Hüftgelenkersatz-Operation und die eingeschränkte Beweglichkeit im Anschluss verlangsamt sich der Blutfluss der frisch Operierten. Außerdem wird während einer Knieersatz-Operation aus medizinischen Gründen eine Stauung sogar absichtlich herbeigeführt: Man klemmt die Blutgefäße zum Knie ab, um den Blutverlust zu minimieren. Durch die Verlangsamung bzw. Stauung des Blutflusses können Gerinnungsprozesse aktiviert werden und sich kleine Thromben bilden. Diese Blutgerinnsel können eine Thrombose auslösen, indem sie eine Vene blockieren, z.B. im Bein, dann spricht man von einer tiefen Venenthrombose. Ein in der Beinvene gebildeter Thrombus kann sich aber ablösen und vom Blutstrom weiter befördert werden, er kann also "wandern". Der Wanderer heißt auf lateinisch "Embolus". So lange die Gefäße weit genug sind, bringt dieser Embolus keine Probleme mit sich. In engeren Gefäßen wie z.B. in der Lunge, kann er jedoch einen Verschluss verursachen. Man spricht in diesem Fall von Lungenembolie. In ihrem schwersten Verlauf kann eine Lungenembolie sogar tödlich enden.
Der operative Gelenkersatz des Knies wird unter Blutsperre durchgeführt: Die Blutzufuhr vom und zum Knie wird für die Dauer des Eingriffs unterbunden.
Der operative Gelenkersatz des Knies wird unter Blutsperre durchgeführt: Die Blutzufuhr vom und zum Knie wird für die Dauer des Eingriffs unterbunden.
Damit diese Komplikation unerwünschter Blutgerinnung nicht eintritt, sollte die Blutzirkulation nach Hüft- und Knieersatz schnell wieder in Schwung gebracht werden. Lange Bettruhe wäre nach operativem Gelenkersatz also verkehrt. Im Gegenteil: Patienten werden schnellstmöglich wieder mobilisiert, beispielsweise durch Krankengymnastik. Zur Vorbeugung von Thrombosen nach Knie- oder Hüftgelenkersatz-Operationen werden aber immer auch spezielle Medikamente eingesetzt.
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Was ist eine Thrombose?

Wie entsteht der Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel in einer tiefen Beinvene?

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